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Gemeinsam mehr erreichen

Rainer Hald am Rednerpult


Auch beim diesjährigen Neujahrsempfang der Sparkasse Göttingen am gestrigen Dienstag war die Stadthalle wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Vorstandsvorsitzender Rainer Hald ging in seiner Rede auf die Herausforderungen ein, die, obwohl sie global ausgelöst seien, auch den Menschen in der Region zu schaffen machten. Die Digitalisierung biete zwar Chancen, die Geschwindigkeit, mit der sie voranschreite, mache jedoch vielen Menschen Angst. Dabei böte sie einem Ingenieursland wie Deutschland auch Chancen. Diese ließen sich umso besser nutzen, wenn man den Vereinzelungstendenzen, die viele Menschen auch durch die immer weiter voranschreitende Kommunikation per Smartphone erlebten, ein neues Gemeinschaftsgefühl entgegensetze. Die Geschichte zeige: Wenn Menschen zusammenrückten gelinge gemeinsam Vieles.


Hald bedauerte, dass das Thema Flüchtlinge immer noch vielen Menschen zu Unrecht Angst macht. Dies wirke lähmend auf die Gesellschaft, da es von anderen, sehr viel bedeutenderen Dingen ablenke, mit denen sich Deutschland beschäftigen müsse, um zukunftsfähig zu bleiben.


Mit Blick auf die Zinsen erneuerte er die Prognose aus seiner letztjährigen Neujahrsrede, wonach das Zinsniveau noch auf Jahre niedrige bleiben werden. Die volkswirtschaftlich eigentlich sinnvolle und von vielen Experten erwartete Zinserhöhung sieht er nicht kommen. Die Europäische Zentralbank werde bei ihren Zinsentscheidungen politisch agieren, hochverschuldete EU-Länder in Südeuropa, eine Zinserhöhung nicht ohne eine erneute Eurokrise überstehen würden. Deutschen Sparerinnen und Sparern bleibe in diesem Niedrigzinsumfeld daher nichts anderes übrig, als einen gewissen Teil ihres Vermögens in Immobilien zu investieren oder Aktienfonds zu kaufen. Nur so könne der Einzelne dem schleichenden Vermögensverlust entgegenwirken.


Die Spende aus den Eintrittsgeldern des Neujahrsempfangs ging in diesem an Göttinger Schulen zur Errichtung eines besonderen Außenspielgerätes und die historische Spinnerei Gartetal für ihre Arbeit als Kulturdenkmal.
 

  

 

 

 

 

 

 

Foto: Robin Kreide

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