Wohnen & Garten
Wer heute Mitte Fünfzig ist und mit dem Gedanken spielt, seinem Badezimmer den designerischen Charme der 1980er Jahre auszutreiben, sollte daran denken, die Dusche bei der Renovierung bereits jetzt fit fürs Alter zu machen.
Innenarchitekten und Badplaner raten, eine anstehende Badmodernisierung auch dazu zu nutzen, Aspekte des barrierefreien Wohnens mit in die Planung einfließen zu lassen. Leider kommt dieser Rat nur selten an: Bereits das Wort Barrierefreiheit lässt uns an Gebrechlichkeit und Hilflosigkeit denken und schnell wieder zur Tagesordnung übergehen. Diese Vorbehalte sind jedoch unbegründet. Denn alles was mit Blick auf eine in späteren Jahren möglicherweise nötige Barrierefreiheit geplant wird, erhöht heute den Wohnkomfort: Zum Beispiel eine bodengleiche Dusche, die sich zum einen durch eine entsprechende Verlegung der Fliesen realisieren lässt. Zum anderen bieten Sanitärobjektehersteller Duschwannen an, die bodengleich eingebaut werden können. Auch die Duschabtrennung sollte einen profillosen Einstieg ermöglichen und über leichtgängige Schiebetüren bzw. Türen verfügen, die sich nach außen öffnen lassen. Für die Grundfläche der Dusche gilt im Hinblick auf Barrierefreihet: Je größer, desto besser. Um in der Dusche Sitzmöglichkeiten zu schaffen, kann eine geflieste Abmauerung gestaltet werden. Eine Thermostat-Armatur, die für eine gleichbleibend angenehme Wassertemperatur sorgt und einen Verbrühschutz bietet, ist ebenfalls sinnvoll. Sie sollte im rechten Winkel zur Abmauerung montiert sein, da sie nur so im Sitzen bedienbar ist.
Foto: Koralle