
(umg) Was haben Barak Obama, Marilyn Monroe, die Beatles und Neil Armstrong mit der Universitätsmedizin Göttingen zu tun? Sie helfen beim Energiesparen. Unter dem Motto „Energiesparen. Es lohnt sich.“ läuft an der UMG seit November 2009 eine umfassende Informationskampagne. Die mehrmonatige Kampagne ist ein Teil der Konsolidierungsmaßnahmen an der UMG, um Kosten zu senken und Kostenbewusstsein herzustellen.
„Wir geben im Jahr etwa 20 Millionen Euro für Energie aus, für Strom, Wasser, Wärme, Kälte und Dampf“, sagt Dipl.-Ing. Dirk Chojetzki, Energiebeauftragter an der Universitätsmedizin Göttingen. „Diese Kosten zu senken ist schwierig. Wir haben es mit Gebäuden aus den 70er Jahren zu tun, die wir mit den modernen Standards der Energietechnik von heute nur kaum verändern können.“ Chojetzki kümmert sich an der UMG um alles, was den Energieverbrauch sinnvoll absenken kann: Modernisierung der alten Technik – vor allem der Klimatisierungstechnologie, flächendeckender Austausch der alten Beleuchtung durch moderne Energiesparbeleuchtung, Prüfung der Energiewerte bei der Anschaf-fung neuer Großgeräte in der Medizintechnik. Chojetzki wird von einem Netz mit 34 Energieberaterinnen und -beratern vor Ort in den verschiedenen Abtei-lungen und Einrichtungen unterstützt. Sie achten auf Energiesparpotentiale, geben wichtige Anregungen und Fragen direkt an die Energieingenieure in der UMG-Technik weiter.
„Beim Energiesparen sind auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefragt“, sagt Dipl.-Kffr. Barbara Schulte, Vorstand Wirtschaftsführung und Administration der UMG. „So, wie wir zu Hause selbstverständlich energiesparend denken und handeln, können wir es auch am Arbeitsplatz machen: Licht ausschalten, Computer und Drucker abschalten, die Heizung herunter drehen. Nur am Arbeitsplatz denkt man nicht gleich daran. Hier wünschen wir uns, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv mitmachen. Sie helfen damit ganz konkret, Energieressourcen zu sparen, und natürlich auch Kosten zu senken. So haben alle etwas davon.“
Die Energieinformationskampagne der UMG
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Unternehmenskommunikation der Universitätsmedizin Göttingen eine umfassende Informationskampagne entwickelt. Sie arbeitet mit ungewöhnlichen und überraschenden Bild- und Textmotiven. So wirbt Giovanni Trappatoni mit „Ich habe fertig… und wir fangen jetzt an“, Barak Obama fordert mit seinem „Yes we can“ oder Marilyn Monroe mit „Manche mö-gen‘s heiß…aber wir bleiben cool.“ um Unterstützung beim Energiesparen auf. Im Intranet der UMG finden sich alle Informationen zum Energiesparen. Dazu gibt es regelmäßig Hinweise und ein zusammenfassendes Faltblatt im praktischen Taschenformat für die Kittel der Ärzte, Pflegekräfte und Versorgungsper-sonal. Eine kleine Gummibärchentüte am Arbeitsplatz weist freundlich darauf hin: „Einfach mal abschalten.“
„Natürlich wollen wir auf diesem Weg auch handfeste Einsparungen erzielen. Die Kampagne soll sich rechnen“, so Schulte. „Wir haben schon festgestellt, dass trotz der erfreulichen Leistungssteigerungen unserer Kliniken Energieverbrauch und Kosten relativ stabil geblieben sind. Schon das ist ein Erfolg.“ In den Wintermonaten hat es im Universitätsklinikum Göttingen im Zuge der Informationskampagne mehr Anfragen und Rückmeldungen aus der Mitarbeiter-schaft gegeben. „Auch außerhalb der UMG hat die Kampagne bereits eine sehr positive Resonanz gefunden“, sagt Stefan Weller, Leiter der Unternehmenskommunikation. „Stadt und Landkreis Göttingen interessieren sich für unser Vorgehen, Bosch in Salzgitter, die Klimaallianz in Hannover mit VW, Krankenkassen und Versicherungen fragen nach unserem Kommunikationskonzept.“
Fotos: © UMG



