

In Rosdorf hat die Biogas Göttingen GmbH & Co. KG in einer Rekordzeit von nicht einmal sieben Monaten zwischen Spatenstich und Inbetriebnahme ihre Anlage realisiert. In acht Gärbehältern werden künftig Rüben, Getreide, Mais und Gülle zu Biogas vergoren. Insgesamt 600 Hektar landwirtschaftliche Fläche werden von rund 50 heimischen Landwirten mit Energiepflanzen bestellt. Diese Fläche entspricht knapp fünf Prozent der im Einzugsbereich der Biogasanlage zur Verfügung stehenden Böden. Die Biogas Göttingen GmbH & Co. KG hat 6,5 Millionen Euro investiert. Ihr Geschäftsführer, Jan Hampe, erklärte anlässlich der offiziellen Inbetriebnahme Anlage: „Wir produzieren schon seit einigen Wochen Biogas im Testbetrieb und freuen uns, damit nun die Stadtwerke beliefern zu können.“

Der technische Vorstand der Stadtwerke, Dr. Gerhard Rappenecker, hob im Kraftwerk in der Godehardstraße, dem Standort der drei Biogasmotoren, die Leistungen der Belegschaft hervor: „Wir hatten eine ganze Menge Hindernisse zu bewältigen. Diese wären ohne den Einsatz unserer Mannschaft in der kurzen Zeit nicht zu stemmen gewesen.“ Er dankte auch der Biogas Göttingen GmbH & Co. KG für die gute Zusammenarbeit beim ersten gemeinsamen Projekt.
Die Biogasmotoren mit einer elektrischen Leistung von je 600 kW werden zunächst abwechselnd in Betrieb sein. Erst wenn die volle Leistung von 900 Kubikmetern Biogas je Stunde im kommenden Frühjahr erreicht sein wird, ist ihr gleichzeitiger Betrieb möglich.
Die Investitionen der Stadtwerke betragen rund 3,5 Millionen Euro. Neben den Motoren sind in dieser Summe auch die acht Kilometer lange Leitung zwischen Biogasanlage und Heizkraftwerk sowie eine Druckerhöhungsstation in Rosdorf enthalten.
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Fotos:
1.) Legten gemeinsam den Schalter für die neuen Biogasmotoren um (v. l.): Dr. Gerhard Rappenecker, Dr. Dirk Augustin (Aufsichtsratsvorsitzender Biogas Göttingen), Jan Hampe Geschäftsführer Biogas Göttingen, Norbert Liekmeier (Vorstand Stadtwerke Göttingen).
2.) Blick auf die Bogasnalage in Rosdorf
3.) Jan Hampe erläuterte die Funktionsweise der Rosdorfer Biogasanlage. Während die Biogasproduktion und die Weiterleitung nach Göttingen bereits funktionieren, sind Handwerker noch mit der endgültigen Fertigstellung der Anlage beschäftigt.
4.) Gerhard Rappenecker erläuterte den Pressevertretern im Heizkraftwerk in der Göttinger Godehardstraße die Funktion der drei neuen Biogasmotoren. Im Hintergrund führen Techniker während des Betriebs noch letzte Messungen durch.
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Fotos: © Robin Kreide
Published: 11/12/21



