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Eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg beschäftigt sich mit der Kunst der Entschleunigung. 


Die Geschichte der Moderne erscheint zunächst vor allem als eine Geschichte der Beschleunigung. Wenig beachtet wurde bisher aber, dass mit der Faszination für die entfesselte Bewegung von Anfang an stets auch die Suche nach Entschleunigung verbunden war. Bereits um 1900 111111_richtersprach man vom ’Zeitalter der Nervosität’. Heute, im Zeitalter der Globalisierung, des Turbokapitalismus und des Internets, welches unser Gefühl von Zeitknappheit, Zersplitterung und Ausgebranntsein beschleunigt, wächst nicht nur das Bedürfnis nach Entschleunigung (nach Entspannungstechniken, slow-food oder slow-communication), sondern auch die Einsicht, dass Fortschritt von der Bindung an die Beschleunigung entkoppelt werden sollte: Um weiter zu kommen, müssen wir entschleunigen!

 

 

 

Die Kunst der Entschleunigung verdichtet ein Thema, das den Nerv der Gesellschaft trifft. Im Zentrum des Ausstellungsprojektes im Kunstmuseum Wolfsburg steht das kontrapunktische Phänomen von Bewegung und Ruhe in der Kunst von der Romantik über die Klassische 111111_weiweiModerne bis zur Gegenwart. Mit der Faszination für die entfesselte Bewegung war von Anfang an stets auch die Suche nach einer Ästhetik der Langsamkeit verbunden. Erstmals geht das Kunstmuseum Wolfsburg dieser Dialektik in einer umfassenden Ausstellung mit rund 160 Werken von 85 hochkarätigen Künstlern nach. Werke von Ai Weiwei und Gerhard Richter sind genauso zu sehen wie Gemälde von Caspar Caspar David Friedrich oder William Turner.

 

 

 

 

 

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 9. April 2012 im Kunstmuseum Wolfsbzurg zu sehen.

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Fotos:

Hussein Chalayan, Place to Passage, 2003, 5 Screen Film Installation, 12 min Loop, Kunstmuseum Wolfsburg, © Hussein Chalayan 2003

 

Gerhard Richter, Zwei Fiat, 1964, Öl auf Leinwand, 128,9 x 198,9 cm, Museum Frieder Burda, Baden-Baden, Foto: Volker Naumann, © Gerhard Richter

 

Ai Weiwei, Bowl of Pearls, 2006, Zwei Porzellanschalen und Süßwasserperlen, Höhe: 43 cm, Durchmesser: 100
cm, Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne, © Galerie Urs Meile, Beijing-Lucerne

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Published: 11/11/11