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Ein achtzehnjähriges Mädchen und ein alter Mann. Ein steinerner Turm inmitten einer deutschen Kleinstadt. Mehr braucht es nicht für diesen dramatisch-poetischen Roman, für eine Geschichte aus der Gegenwart, eine Erinnerung an die Vergangenheit. Die Theaterfassung hat am 28. März im Deutschen Theater Göttingen Premiere.


Da ist das Mädchen Veronika, das von seinem Freund Matti auf dem Weg nach Italien verlassen wurde und das auf den Turm steigt mit der Absicht, sich umzubringen. Als der Türmer sie davon abhält, hat er nicht nur ein Leben gerettet, er hat sein eigenes aufs Spiel gesetzt. Wo er bisher in Einsamkeit und Ruhe lebte, muss er nun eine zweite Tasse auf den Tisch stellen. Doch mitten in ihre unfreiwillige Zweisamkeit aus verlorener Liebe und gestörter Ruhe schiebt sich die Geschichte eines kleinen Jungen, der sich vor 60 Jahren im Turm versteckt hatte, eines jüdischen Kindes, das der Deportation entkommen war.

 

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Und langsam beginnt der Türmer zu erzählen, von der Wannseekonferenz, von Menschen wie Himmler, dessen Sätze sich in ihm eingebrannt haben, von den vier Jahren, in denen er den Krieg vom Turm aus erlebt, in denen er wartet . Das Wolkenzimmer ist ein Stück für Jugendliche, Eltern und Großeltern gleichermaßen - ein Stück, das Generationen miteinander ins Gespräch bringt.

 

Die Autorin Irma Krauß, 1949 geboren, war Lehrerin, bevor sie das Schreiben zu ihrem Beruf machte. Mit ihren psychologisch fein ausgearbeiteten Romanen zählt sie zu den bedeutendsten deutschen Jugendbuchautorinnen der Gegenwart und wurde unter anderem mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet. Das Wolkenzimmer wurde von der Wochenzeitung DIE ZEIT und Radio Bremen mit dem LUCHS ausgezeichnet.

 

Weitere Aufführungen: am 6. April, 15. April, 21. April und 29. April 2011

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Fotos: © DT Göttingen

 

Published: 24/03/11