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Am 2. Dezember las Autorin Annette Pehnt im Rahmen der Reihe „Das Alter in der Literatur“ im Literarischen Zentrum Göttingen. Das Publikum war begeistert. Es moderierte der Literaturwissenschaftler Tilmann Köppe.


Pehnt las aus ihrem Roman "Das Haus der Schildkröten" (Piper 2006), der zweifelsohne zu den beeindruckendsten Büchern der letzten Jahre gehört, die vom Alter erzählen. Schauplatz ist das Altersheim „Haus Ulmen“, in dem die Hauptfiguren aufeinandertreffen: die seit ihrem Schlaganfall körperlich stark eingeschränkte Frau von Kanter und ihre überarbeitete Tochter Regina, der demente emeritierte Professor Sander und sein geschiedener Sohn Ernst.



111207_pehnt_2Wie bereits die Literaturkritik bei Erscheinen des Buches, zeigte sich auch das Göttinger Publikum begeistert vom Umgang der Autorin mit dem Thema. Die mit Empathie und Anmut erzählte Geschichte beschreibt Trübsinn und Heiterkeit des Heimalltags. Und den Zwiespalt derer, die ihre Eltern professioneller Pflege überlassen und zugleich versuchen, der eigenen Einsamkeit zu entkommen.

 

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Das Alter in der Literatur“ kooperieren das Literarische Zentrum Göttingen und die Eva Meurer Stiftung. Offizieller Medienpartner ist das Magazin „in göttingen“, das die Reihe journalistisch begleitet.



Als nächste Lesung in Planung sind zwei Bücher von Susanna Schwager, die sich mit den Biografien von Frauen bzw. Männern über achtzig beschäftigen.

 

 

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Fotos: © Robin Kreide

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Published: 11/12/06