Über diese Problematik berichtet die Techniker Krankenkasse in der Dezember-Ausgabe ihres Magazins TK-Spezial Rheinland Pfalz. Die von der Krankenkasse ausgewerteten Zahlen weisen darauf hin, dass Frauen nach einem Herzinfarkt immer noch zu spät oder gar nicht in einer Klinik behandelt werden. Ein Grund für den Unterschied zwischen den Geschlechtern könnte sein, dass die die Beschwerden, die mit einem Herzinfarkt einhergehen, bei betroffenen Frauen eher unspezifisch sind.
"Die Symptome bei einem so genannten "Eva-Infarkt" unterscheiden sich zum Teil stark von den allgemein bekannten Anzeichen wie Engegefühl im Brustkorb oder Schmerzen im Arm, die bei vielen männlichen Patienten auftreten“, zitiert die Krankenkasse Professor Christian-Friedrich Vahl, Thorax- und Herzchirurg an der Mainzer Uniklinik. Viele Frauen würden die "weiblichen" Alarmsignale nicht kennen und kämen deshalb häufig erst sehr spät oder gar nicht ins Krankenhaus: „Tritt bei Frauen eine Kombination aus ungewöhnlicher Müdigkeit und Schwächegefühl, Kurzatmigkeit, Schlafstörungen sowie Übelkeit und Erbrechen auf, sollte sofort der Notarzt gerufen werden“, empfiehlt Professor Vahl. Denn bei einem Herzinfarkt kommt es auf jede Minute an. Fast jeder vierte Patient überlebt die erste Stunde nicht.
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Eine aktuelle Studie zeigt: Frauen bekommen seltener einen Herzinfarkt als Männer, jedoch endet er bei ihnen häufiger tödlich.