110807_marktIn Frankreich und den USA ist die sogenannte Solidarische Landwirtschaft schon relativ weit verbreitet. In Deutschland wird sie bisher noch wenig praktiziert. Dabei bietet diese Form der Zusammenarbeit von Nahrungsproduzenten und Verbrauchern für beide Seiten erhebliche Vorteile. Eine Veranstaltung am 14. August  stellt diese Form der Landwirtschaft vor.


Für den Landwirt bedeutet Solidarische Landwirtschaft eine sichere Finanzierung seiner Arbeit, unabhängig von Marktpreisen und Spekulation. Er ist so z.B. in der Lage, seinen Betrieb mit geringem Risiko auf biologische Produktionsweisen umzustellen. Der Verbraucher bekommt qualitativ hochwertige regionale und frische Lebensmittel zu einem angemessenen Preis, hat Einblick in die Produktionsweise und kann mitentscheiden, was im kommenden Jahr angebaut wird. Je nach Modell, ist auch Unterstützung bei der Pflege oder Ernte möglich.

 

Auch für Göttingen sind derartige Kooperationen denkbar. Verschiedene Produzenten haben bereits ihr Interesse bekundet. Ob derartige Kooperationen Wirklichkeit werden, hängt davon ab, ob sich ausreichend Verbraucher finden, die sich an einem solchen Projekt beteiligen wollen. Die Veranstaltung am 14. August wird im ersten Teil ausführlich über das Modell informieren und in einem Workshop die Ausarbeitung eines Aktions- und Zeitplanes zum Ziel haben, um bereits im kommenden Jahr ein erstes Projekt mit mindestens 50 Verbrauchern an den Start zu bringen.

 

Für einen Folgetermin ist ein Besuch vergleichbarer Projekte in Witzenhausen oder bei Kassel geplant.

 

Zeit: 14.8.2011, 12 bis ca. 15 Uhr

Ort: GUNZ, Geiststr.2, 37073 Göttingen


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Foto: © iStock

Published: 11/08/07