
ADas Programm knüpft an einen Vorbereitungskurs für Imame in der Türkei an, den das Goethe-Institut Ankara, das türkische Amt für religiöse Angelegenheiten (Diyant) und das Auswärtige Amt seit 2002 dort anbieten. Das neue Programm erweitert dieses Fortbildungsangebot mit intensiven Sprachkursen und praxisbezogenen landeskundlichen Inhalten.
Während der dreijährigen Projektlaufzeit werden Imame an Standorten in ganz Deutschland fortgebildet. Die berufsbegleitenden Kurse umfassen mehr als 500 Stunden Deutsch sowie etwa zwölf Tage interkulturellen und landeskundlichen Unterricht zu Themen wie Staat und plurale Gesellschaft, Alltag in Deutschland, religiöse Vielfalt, Migration, Bildung und Ausbildung.
Schlüsselrolle der Imame
Durch Hospitationen in städtischen Einrichtungen wird der Praxisbezug der Fortbildung sichergestellt. Den Imamen kommt als Vorbeter und Ansprechpartner in religiösen Fragen eine Schlüsselrolle für die türkischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu. Besonders die jüngere Generation der Gemeindemitglieder in Deutschland äußert verstärkt den Wunsch, dass den Imamen eine stärkere Mittlerrolle zur Mehrheitsgesellschaft zukommt – eine Aufgabe, die ohne gute Sprach- und Landeskenntnisse kaum zu bewältigen ist.
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Foto: © iStock
Published: 11/06/29